Diagnostik

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Lungenfunktionstests

Spirometrie

Bei der Spirometrie werden das bewegliche Lungenvolumen und der Atemstoß gemessen.

Bodyplethysmographie

Bei der Bodyplethysmographie können wir neben den beweglichen Lungenvolumina auch das Gesamtvolumen der Lungen und den Atemwegswiderstand messen; die Untersuchung dauert in der Regel nicht länger als zwei Minuten und erfolgt in einer gläsernen Kabine. Im Vergleich zur Spirometrie erlaubt sie sehr viel genauere Aussagen über die Ursache einer Atmungsstörung.

Hyperreagibilitätstest

Ein normaler Lungenfunktionstest ist nicht beweisend dafür, dass keine Atemwegserkrankung vorliegt. Bei bestimmten Fragestellungen wird daher eine Bestimmung der Empfindlichkeit der Bronchien notwendig. Hierzu wird nach einer ersten Bodyplethysmographie eine Substanz eingeatmet, die die Bronchien etwas reizt. Im Verlauf werden dann mehrfach kleine, zuletzt noch einmal eine große Lungenfunktionsprüfung durchgeführt. Die Empfindlichkeit der Bronchien ist daraus ablesbar.

Diffusionskapazität

Hier wird gemessen, wie gut der Sauerstoff aus der Atemluft von der Lunge ins Blut diffundieren (d.h. übertreten) kann. Eine schnelle und nicht belastende Untersuchung.
Messungen an der Atempumpe
Hier messen wir die Belastung der Atemmuskulatur in Ruhe und ihre maximale Kraft. Eine schnelle und nicht belastende Untersuchung.
Blutgasanalyse (BGA)
Die BGA ermöglicht die Beurteilung des Sauerstoff- und Kohlensäuregehaltes des Blutes sowie des Säure-Base-Status' des Organismus. Um sie durchzuführen, ist die Entnahme einer winzigen Menge Blutes aus dem Ohrläppchen nötig. Die Durchblutung wird vorher durch Auftragen einer Salbe verstärkt.

Pulsoximetrie

Eine einfache Messung des Sauerstoffgehaltes des Blutes durch einen Clip an Finger oder Ohrläppchen.
Messung des NO in der Ausatemluft
Stickstoffmonoxid (NO) in der Ausatemluft ist ein Maß für die Entzündungsaktivität in den Bronchien. Über ein hochmodernes technisches Verfahren ist es möglich, den NO-Gehalt zu messen. Der Wert hilft uns bei der Beantwortung der Frage, ob ein Asthma vorliegt und wie gut es behandelt wird. Die Messung ist für den Patienten ganz einfach und ohne jede Belastung. Leider zahlen die gesetzlichen Krankenkassen diese Leistung - noch – nicht. Wir können Ihnen die Untersuchung für 15 € anbieten.

Belastungsuntersuchungen

EKG in Ruhe und unter Belastung

Viele Krankheiten machen erst bei Belastung Beschwerden und gehen daher noch mit normalem EKG einher. Das kann sich unter Belastung ändern. Deshalb sind das EKG und die Sauerstoffwerte unter Belastung oft von entscheidender Bedeutung.

Ergospirometrie

Die Ergospirometrie ist eine umfassende Untersuchung des Atmungs- und Kreislaufsystems unter Belastung. Sie gibt Hinweise darauf, ob eine bestehende Luftnot durch eine Störung des Herzens oder der Lunge bedingt ist. Auch erlaubt sie eine Einschätzung von Belastbarkeit und Trainingszustand. Nach Anschließen eines EKG, eines Blutdruckmessgerätes und einer Atemmaske tritt der Patient auf einem Fahrradergometer, die Belastung steigt dabei langsam an. Kontinuierlich werden dabei Atemflüsse, -volumen und -gase gemessen. Ingesamt dauert die Untersuchung etwa 10 bis 15 Minuten.

Endoskopie

Nasopharyngoskopie

Die Nasopharyngoskopie ist eine einfache Spiegelung der Nase und des Rachens mit einem dünnen, flexiblen Gerät. Sie erlaubt insbesondere die Beurteilung der Funktion der Stimmbänder und etwaiger Entzündungen. Die Untersuchung dauert in der Regel nicht länger als zwei Minuten und wird nach örtlicher Betäubung der Schleimhaut durchgeführt.

Bronchoskopie

Die Bronchoskopie ist die Spiegelung der oberen Atemwege und der Bronchien. Sie erlaubt eine genaue Beurteilung der Schleimhaut, außerdem können Proben entnommen werden, die dann bakteriologisch und feingeweblich untersucht werden. Bei speziellen Fragestellungen erfolgt außerdem eine Spülung aus den Lungenbläschen (sog. bronchoalveoläre Lavage). Die Untersuchung dauert in der Regel weniger als zehn Minuten. Mindestens 24 Stunden vor einer Bronchoskopie werden Sie über den Ablauf der Untersuchung in einem Gespräch mit dem Arzt ausführlich informiert.

Ultraschall

  • Ultraschalluntersuchung des Abdomens und des Brustkorbes
  • Untersuchung der Oberbauchorgane, des Rippenfells und der Lunge.
  • Echokardiographie
  • Ultraschalluntersuchung des Herzens

Allergologische Untersuchungen

Allergietest an der Haut (Prick-Test)

Beim sogenannten Prick-Test werden die in Verdacht stehenden Allergene auf die Haut des Unterarmes aufgetragen und die Reaktion nach etwas 15 Minuten beurteilt.

Provokationstests

Wenn eine Überempfindlichkeit der Haut gegen ein bestimmtes Allergen besteht, bedeutet dies noch nicht, dass dieses für einen Heuschnupfen oder ein Asthma verantwortlich ist. Um dies festzustellen, werden geringe Mengen der entsprechenden Substanz auf die Nasenschleimhaut aufgebracht. Vorher und nachher wird die Durchgängigkeit der Nase gemessen. Eine Verschlechterung zeigt dann die Allergie an.

Allergietest im Blut (RAST)

Zur genauen Diagnostik einer Allergie kann es manchmal nötig sein, einen zusätzlichen Test aus dem Blut durchzuführen. Dabei wird gesucht, ob sich gegen das in Verdacht stehende Allergen im Blut spezielle Antikörper gebildet haben. Die Bestimmung erfolgt in unserem eigenen Allergielabor; zuvor wird etwas Blut aus der Armvene abgenommen.

Schlafmedizinische Untersuchungen

Polygrafie

Die Polygrafie ist der erste Untersuchungsschritt zur Abklärung von Schnarchen und nächtlichen Atempausen. Im Zusammenhang mit der Vorgeschichte des Patienten erlaubt sie eine Beurteilung, ob das Schnarchen als krankhaft einzustufen ist, d.h. ob es zu einer Behinderung der Atmung im Schlaf führt. Bei der Polygrafie werden der Atemfluss an der Nase, die Beweglichkeit von Brustkorb und Bauch, die Herzfrequenz, der Sauerstoffgehalt des Blutes und das Schnarchen gemessen. Wir werden Ihnen in unserer Praxis das Gerät erklären, das Sie mit nach Hause nehmen, um es dort selbst anzulegen. Nach Auswertung des Befundes vereinbaren wir einen Gesprächstermin, bei dem wir das weitere Vorgehen besprechen, z.B., ob eine weiterführende Diagnostik im Schlaflabor nötig wird.

Polysomnografie

Die Polysomnografie ist die große Schlaflabormessung. Neben den bereits bei der Polygrafie erwähnten Messungen werden hier zusätzlich die Hirnströme aufgezeichnet, um eine Aussage über Tiefe und Qualität des Schlafes treffen zu können. Zur Durchführung der Untersuchung werden Sie eine Nacht in unserem Schlafzentrum verbringen.

Röntgen-Untersuchung des Brustkorbes (Thorax) und der Nasennebenhöhlen Pleurapunktion, Thorakoskopie

Bei einigen Erkrankungen von Herz, Lunge und Rippenfell kann es zu einer krankhaften Wasseransammlung zwischen Lungen- und Rippenfell kommen. Zur weiteren Abklärung wird man in der Regel eine geringe Menge dieses Wassers abziehen, um es untersuchen und hierdurch Rückschlüsse auf die Ursache ziehen zu können. Sollte sich eine größere Wasseransammlung gebildet haben, die bereits dazu führt, dass die Lunge sich nicht mehr ausdehnen kann und hierdurch Luftnot entsteht, so können wir das Wasser komplett entfernen. Dies erfolgt dann nach örtlicher Betäubung. Falls die Ursache mit der Punktion nicht geklärt werden kann, kann es notwendig sein den Raum zwischen Lunge und Rippenfell endoskopisch zu inspizieren um ggf. gezielt Proben entnehmen zu können. Hierzu wäre ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig.