Sonografie

Die Sonografie (Ultraschalluntersuchung) ist ein Untersuchungsverfahren zur bildlichen Darstellung verschiedener Körperregionen mit Hilfe von Ultraschallwellen. Sie ist in unserem Haus eine Standartuntersuchung und wird bei vielen Fragestellungen angewandt. Besondere Bedeutung in unserer Abteilung hat die Sonografie des Bauchraumes (Abdomen-Sonografie). Mit Hilfe dieser Untersuchung können wir alle großen Organe des Bauchraumes auffinden und darstellen, wie z.B. die Leber, Gallenblase, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Harnblase, Prostata, Gebärmutter, aber auch die großen Bauchgefäße, wie z.B. die Aorta.

Auch die Untersuchung des Darmes ist möglich. Zu diesem Zweck besitzen wir einen besonderen Ultraschallkopf, mit dessen Hilfe wir die feinen Strukturen der Darmwand abbilden und auf krankhafte Veränderungen hin untersuchen können.

Mit der Dopplersonografie, die an dem Ultraschallgerät einfach dazugeschaltet werden kann, kann die Durchblutung von Organen und Gefäßen auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden. Mit ihrer Hilfe werden z.B. die grossen Bauchgefäße auf krankhafte Veränderungen hin untersucht.

Seit 2005 wendet Dr. Wirth auch die Kontrastmittelsonografie an. Während Kontrastmittel in der Radiologie schon seit langem eingesetzt werden, ist diese Technik in der Sonografie noch relativ neu. Erst mit der neuesten Generation von Kontrastmitteln, die auf Bläschenbildung beruht, sind in der Sonografie ganz neue diagnostische Möglichkeiten etabliert worden. Vor allem, wenn unklare Befunde in der Leber gefunden werden, hilft diese Technik oft weiter und kann andere Untersuchungen ersparen.

Eine besondere Vorbereitung der Ultraschalluntersuchung ist nicht notwendig. Allein für die Diagnostik einiger Bauchorgane (z.B. Gallenblase, Bauchspeicheldrüse) ist es vorteilhaft, wenn der Patient nüchtern ist. Der Patient macht es sich auf der Untersuchungsliege im leicht abgedunkelten Raum bequem: Meist liegt er auf dem Rücken, gelegentlich ist eine besondere Lagerung oder ein kurzzeitiges Anhalten der Luft notwendig.

Bei der eigentlichen Untersuchung wird etwas Gel auf die Haut aufgetragen und der Schallkopf über den zu untersuchenden Organen verschoben. Die Untersuchung dauert je nach Fragestellung 5-25 Minuten und ist für den Patienten völlig schmerzfrei.

Die inzwischen 40-jährige klinische Erfahrung mit der Sonografie hat gezeigt, dass Nebenwirkungen bei den in der medizinischen Diagnostik verwendeten Ultraschall-Energien nicht zu erwarten sind. Auch die Untersuchung von Schwangeren und Kindern ist risikolos möglich.

Gewebeentnahme und Drainagen

Unklare krankhafte Veränderungen zum Beispiel in der Leber können mittels einer ultraschallgesteuerten dünnen Nadel punktiert werden. Dabei können wir Zellproben gewinnen und zur feingeweblichen Untersuchung einschicken. Es handelt sich hierbei um eine schmerzarme und fast risikofreie Untersuchung, die deshalb auch ambulant durchgeführt wird. Es müssen vorher nur die Gerinnungswerte des Blutes bestimmt werden. ASS (Aspirin oder ähnliches) sollte 5 Tage vorher pausiert werden. In bestimmten Fällen reicht eine Zelluntersuchung nicht aus und es müssen größere Gewebeproben (Stanzbiopsien) entnommen werden. Auch dies wird mit Hilfe der Sonografie gemacht. Hierbei ist eine Betäubung der Haut notwendig und nach der Gewebeentnahme müssen die Patienten für 2-3 Stunden überwacht werden.

Die Behandlung von Ergüssen und Abszessen oder auch die Anlage einer Ernährungssonde müssen in den meisten Fällen stationär durchgeführt werden. Auch die Verödung (Sklerosierung) von Leberzysten erfordert einen kurzen stationären Aufenthalt.

Endosonografie des Rektums (Ultraschalluntersuchung des Enddarms)

Bei Tumoren, die im Enddarm gelegen sind, können wir eine Sonografie „von innen“ durchführen. Dazu wird eine Sonde, die aussieht wie ein Stab, über den After eingeführt. Hiermit lassen sich Polypen und kleine Tumore gut darstellen. Diese Untersuchung ist vor einer Operation des Enddarms notwendig, um entscheiden zu können, welche Operationstechnik angewandt werden muß. Je nach Ergebnis der endosonografischen Untersuchung kann statt einer großen Operation auch nur ein kleiner eventuell sogar endoskopischer Eingriff ausreichend sein.

Eine spezielle Vorbereitung zu Hause ist für diese Untersuchung nicht erforderlich. Ein kleiner Einlauf wird direkt vor der Untersuchung bei uns in der Klinik durchgeführt. So wie die herkömmlicher Sonografie ist auch die Endosonografie des Rektums nahezu risikolos.

Endosonografie des oberen Gastrointestinaltraktes

Seit vielen Jahren verfügt Weende über ein Endosonografiegerät mit dem wir auch in der Speiseröhre und im Magen eine Sonografie „von innen“ durchführen können. Auch die Bauchspeicheldrüse und die Gallenwege können dabei sehr gut untersucht werden. Besonders bei kleinen Tumoren ist diese Methode sehr hilfreich.

Bei unklaren Befunden können wir mit diesem Gerät auch gezielt eine Punktion vornehmen und so die Diagnose stellen.